Zeitschrift »Der Ruf« (Sonderheft »Krieg«, November 1912) mit einem Selbstbildnis von Egon Schiele aus dem Jahr 1910, 1912 © Privatsammlung

  • EGON SCHIELE, »Liegende Frau«, 1917 © Leopold Museum, Wien, Inv. 626
  • ALBIN EGGER-LIENZ, Der Totentanz (IV. Version), 1915 © Leopold Museum, Wien, Inv. 195
  • Albin Egger-Lienz, Finale, 1918 © Sammlung Leopold II
  • ALBIN EGGER-LIENZ, Nordfrankreich 1917, 1917 © Privatsammlung
  • Anton Feistauer, Plakat zur »Österrikisk Konstutställning« in der Liljevalchs Konsthall, Stockholm, 1917 © Sammlung Leopold II
  • ANTON FAISTAUER, Dame mit dunklem Hut, 1917 © Leopold Museum, Wien, Inv. 112
  • ANTON KOLIG, Bildnis Berta Zuckerkandl, 1915 © Wien Museum / Bildrecht, Wien 2014
  • Hans Böhler, Piazza Bra in Verona, 1914 © Leopold Museum, Wien, Inv. 702
  • Anton Kolig, Hauptmann Boleslavski, 1916 © Leopold Museum, Wien, Inv. 171 © Bildrecht, Wien, 2014
  • ANTON KOLIG, Ruinenlandschaft, um 1917 © Privatsammlung / Bildrecht, Wien 2014
  • Dmitry Gutov, Betrachte die Bourgeoisie mit Lenins Augen, 2007 © Privatsammlung
  • EGON SCHIELE, Entschwebung (»Die Blinden« II), 1915 © Leopold Museum, Wien, Inv. 467
  • EGON SCHIELE, Packraum, 1917 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1416
  • EGON SCHIELE, »Blinde Mutter«, 1914 © Leopold Museum, Wien, Inv. 483
  • Franz Kapfer, »FÜR GOTT, KAISER UND VATERLAND.« 2009, Installation, Sammlung Tiroler Landesmuseen, © Tiroler Künstlerschaft / WEST. Fotostudio, 2014
  • Gustav Klimt, Stehender weiblicher Akt mit geneigtem Kopf. Studie zu »Adam und Eva«, um 1917 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1321
  • Hans Strohofer, Karikatur mit drei Königen (von links nach rechts: Nikolaus von Montenegro, Peter von Serbien, Viktor Emanuel von Italien) © Sammlung Leopold II
  • Herbert Boeckl, Porträt eines Soldaten, 1917 © Privatsammlung © Herbert Boeckl-Nachlass, Wien
  • John Quincy Adams, Plakat zur Kriegsausstellung des k.u.k. Kriegspressequartiers in Graz, 1916 © ÖNB, Wien / Vienna, Inv. KS 16305093
  • Koloman Moser, Liebespaar, um 1914 © Sammlung Leopold II
  • Oskar Kokoschka, Das Prinzip (»Liberté, Egalité, Fratricide«), 1918 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2441 © Fondation Oskar Kokoschka/Bildrecht, Wien 2014
  • Oskar Kokoschka, Fortuna, 1915 © Privatbesitz © Fondation Oskar Kokoschka/Bildrecht, Wien 2014
  • Oskar Kokoschka, Projektionsgewehr in eingedeckter Stellung, 1916 © Schwarze Kreide, Farbkreide auf Papier, 32,2 × 48,2 cm / Black chalk, colored chalk on paper Leopold Museum, Wien, Inv. 4674 © Fondation Oskar Kokoschka/Bildrecht, Wien 2014
  • Paola De Pietri, Monte Fior (aus der Serie To Face), 2009–2011 © Courtesy Paola De Pietri/Alberto Peola, Turin/Galerie Les Filles du Calvaire, Paris
  • Postkartenserie: »Des Kriegers Traum«, 06.07.1917, Postkarte an Josef Ungericht © Andreas Gamper, Dorf Tirol
  • Rasa Todosijević, »Gott liebt die Serben«, 2013 © Privatsammlung
  • Raluca Popa,Männerakt (aus der Reihe »The Sublime Trip«), 2011 © Privatsammlung
  • Veronika Dreier, Teppich (Detail), 1994 © Veronika Dreier, Graz/Kulturamt der Stadt Graz
  • Paola de Pietri © Leopold Museum, Wien
  • Raluca Popa © Leopold Museum, Wien
  • Veronika Dreier © Leopold Museum, Wien
  • Marko Lulic, Schriftinstallation "Sarajevo '84" © Leopold Museum, Wien

TROTZDEM KUNST!

Österreich 1914–1918

9. Mai bis 15. September 2014

Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo war fataler Auslöser des Ersten Weltkrieges. Hundert Jahre danach widmet das Leopold Museum den Schicksalen österreichischer Künstler, die in den Jahren 1914 bis 1918 tätig waren eine umfassende Ausstellung.

Den Ausgangspunkt der Schau bilden die Kriegserfahrungen von Egon Schiele, Albin Egger-Lienz und Anton Kolig. »Ich bin nun Soldat und habe die 14 schwersten Tage meines Lebens hinter mir«, schrieb Schiele 1915. Während seines Militärdienstes malte er russische Kriegsgefangene ebenso wie Vorgesetzte. Anton Kolig berichtet 1916 vom Kriegsschauplatz: »Ich male in großer Not«. Albin Egger-Lienz sinnierte an der italienischen Front über den »eisernen Schritt des ewigen Schicksals«.

Kriegsmaler schildern die Schrecken des Krieges, während zeitgleich große Kunstausstellungen im Inland und im neutralen Ausland organisiert werden. Kolo Moser malt mitten im Krieg Werke von intensiver Farbigkeit. Gustav Klimt arbeitet in diesen Jahren an Frauen­bildnissen, Allegorien und den späten Attersee-Landschaften. Als Klimt im Februar 1918 stirbt, zeichnet ihn Schiele am Totenbett. Im Oktober desselben Jahres hält er seine todkranke Frau Edith mit dem Zeichenstift fest. Beide sterben noch im selben Monat – kurz vor Kriegsende – an der Spanischen Grippe.

Bezüge zum Heute bilden ausgewählte Positionen zeitgenössischer Künstler aus Italien, Rumänien, Russland und Serbien, also jenen Ländern, gegen die Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg an den Fronten kämpfte.

Die Ausstellung zeigt 200 Werke, davon rund 40 aus der Sammlung des Leopold Museum, 30 aus der Sammlung Leopold II und 130 Werke von öffentlichen und privaten österreichischen und internationalen Leihgebern. Zusätzlich zu den historischen Objekten sind zeitgenössische künstlerische Interventionen zu sehen.

Kuratoren: Elisabeth Leopold, Ivan Ristić, Stefan Kutzenberger

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