Gustav Klimt eine seiner Katzen im Arm haltend vor seinem Atelier in Wien VIII. Josefstädter Straße 21. Photographie von Moritz Nähr um 1912. © IMAGNO/Austrian Archives

  • Portrait Gustav Klimt © IMAGNO/Austrian Archives
  • Gustav Klimt im Ruderboot auf dem Attersee, um 1910. Fotografie von Richard Teschner oder Emma Teschner. © Privatbesitz / Private Collection; IMAGNO/Austrian Archives
  • Gustav Klimt und Emilie Flöge in einem Reformkleid mit Blumenmuster im Garten der Oleander-Villa in Kammer am Attersee, 1908. © IMAGNO/Austrian Archives
  • Gustav Klimt, Tod und Leben, 1910/15 © Leopold Museum, Wien, Inv. 630
  • Gustav Klimt, Aufziehendes Gewitter (Die große Pappe ll), 1902/03 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2008
  • Gustav Klimt, Der Blinde, 1896 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4144
  • Gustav Klimt, Sitzendes junges Mädchen, 1894 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4146
  • Gustav Klimt, Ein Morgen am Teiche, 1899 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2007
  • Gustav Klimt, Zwei Akte, der Linke mit erhobenen Armen, 1916/17 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1301
  • Gustav Klimt, Attersee, 1900 © Leopold Museum, Wien
  • Gustav Klimt, Studie zum Gemälde "Judith ll", um 1908 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1376

gustav klimt

Gustav Klimt (1862 Wien – Wien 1918) ist die große, prägende Figur der österreichischen Jahrhundertwendekunst. Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, studierte Klimt an der Staatlichen Kunstgewerbeschule und fiel durch sein zeichnerisches Talent auf, wodurch er bald zusammen mit seinem Bruder Ernst und Studienfreund Franz Matsch eine Reihe von öffentlichen Aufträgen bekam. Die Zwickelfelder im Kunsthistorischen Museum und die großen Gemälde in den Seitenaufgängen des Burgtheaters zeugen heute von der handwerklichen Perfektion dieser jungen „Künstler-Compagnie“. Diese Werke waren noch ganz dem Wiener Historismus verpflichtet. In den Neunzigerjahren suchte Klimt jedoch nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten und gründete 1897 schließlich mit gleichgesinnten Künstlern die Secession, deren erster Präsident er wurde. Höhepunkt dieser Entwicklung sind die Fakultätsbilder für die Universität Wien, die 1945 in einem niederösterreichischen Schloss verbrannten. Das Leopold Museum präsentiert erstmals auf Originalgröße vergrößerte Schwarzweißfotographien dieser Hauptwerke Gustav Klimts, in denen er zu einer radikalen Darstellung seiner persönlichen Weltsicht fand, die für die Professoren der Universität Wien zu pessimistisch war und deshalb zu einem großen Skandal führte. Als Reaktion darauf beschloss Klimt, nie wieder öffentliche Aufträge anzunehmen und konzentrierte sich auf das Schaffen von lyrischen Landschaftsbildern, die er vor allem auf Sommerfrische mit der Familie Flöge im oberösterreichischen Atterseegebiet malte.

Nach dekorativ überfrachteten, prächtigen Kunstwerken, wird sein Stil um 1910 malerisch weicher. Es entsteht das Gemälde „Tod und Leben“, das er mehrmals überarbeitet. Klimt überhöht das Thema ins Allgemeine und gibt dem „Leben“ eine wunderbare Schönheit, der auch Traurigkeit anhaftet – der Tod steht daneben. Am 6. Februar 1918 greift dieser nach dem Künstler: geschwächt durch einen Gehirnschlag stirbt Gustav Klimt an einer Lungenentzündung.

Gustav Klimt sagte über sich selbst:

„Malen und zeichnen kann ich. Von mir gibt es kein Selbstporträt. Ich interessiere mich nicht für die eigene Person - eher für andere Menschen, weibliche. [...] Ich male Tag um Tag von morgens bis abends - Figurenbilder und Landschaften, seltener Porträts. Schon wenn ich einen einfachen Brief schreiben soll, wird mir Angst und Bang wie vor drohender Seekrankheit. Wer etwas über mich wissen will, soll meine Bilder aufmerksam betrachten, daraus erkennen zu suchen, was ich bin und will.“

Da Werke auf Papier sehr lichtempfindlich sind, können jegliche Art von Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken nicht dauerhaft ausgestellt werden. Abgesehen von Sonderausstellungen, in denen Arbeiten auf Papier vorübergehend gezeigt werden können, befinden sich diese Objekte im Depot und sind den MuseumsbesucherInnen nicht zugänglich. Wir bedauern dies und bitten dafür um Verständnis. Sollten Sie an einer bestimmten Grafik Interesse haben, wenden Sie sich bitte an das Museum, um zu erfragen ob diese gerade ausgestellt ist.

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