Klimt Zentrum

Gustav Klimt (Fotomontage) ©Leopold Museum, Wien

Das erste Dokumentationszentrum
zu Ehren von Gustav Klimt

Zentrum in Kammer am Attersee geöffnet. Der weltberühmte Maler verbrachte gemeinsam mit Emilie Flöge die Sommermonate zwischen 1900 und 1916 regelmäßig am Attersee. Inspiriert von der türkis-blauen Farbe des Sees, den umliegenden Wäldern und blühenden Wiesen entstand der überwiegende Teil von Klimts Landschaftsgemälden am Attersee. Eine Kooperation mit dem Wiener Leopold Museum machte es im Eröffnungsjahr möglich, dass Klimts Gemälde »Am Attersee« nach über 100 Jahren erstmals wieder an seinen Entstehungsort zurückkehrte. 2013 war Klimts Landschaft „Ein Morgen am Teiche“, entstanden am Egelsee in Golling, zu Gast und 2014 wird mit Klimts „Großer Pappel“ wiederum eine bedeutende Atterseelandschaft als Leihgabe des Leopold Museum im Klimt-Zentrum präsentiert.

Eine abwechslungsreiche Präsentation von faksimilierten Zeichnungen, Postkarten, zahlreichen Fotografien und historischen Ausstellungskatalogen sowie von Klimt persönlich abgestimmten Lichtdrucken und authentischen Möbeln aus Klimts Urlaubszeit, informiert die Besucher über Klimts Leben und Schaffen in Wien und am Attersee. Auf drei Touch-Screens können alle Klimt-Atterseelandschaften abgerufen werden, verknüpft mit dem jeweiligen Entstehungsort, ebenso Klimts Korrespondenz vom Attersee. Eine Hörstation mit Gustav Mahlers am Attersee komponierter 9. Symphonie und das einzigartige Klimt-Kino runden einen Besuch im Klimt-Zentrum ab.

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Gustav Klimts letztes Atelier 1912-1918

Gustav Klimts letztes Atelier 1912-1918.
Rückzugsort nach den Skandalen

Kooperation mit dem Verein "Gedenkstätte Gustav Klimt"

Nach dem Kunstskandal um die Fakultätsbilder und der Aufregung über den Beethovenfries zieht sich Gustav Klimt immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück. Als ihm 1911 sein Atelier in der Josefstadt gekündigt wird, mietet er ein einfaches Biedermeierhaus in Hietzing. Das schlichte Haus inmitten einer weitläufigen Liegenschaft und einem malerischen, großen Garten wird für Klimt zum idealen Rückzugsort an dem er bis zu seinem Tod 1918 ungestört arbeiten kann. Zahlreiche Künstler, darunter auch Egon Schiele, waren bei Gustav Klimt zu Gast.
Heute ist das Atelier durch eine neobarocke Villa der 1920er Jahre überbaut, die Räumlichkeiten in ihrer Substanz aber erhalten. Im Rahmen der Ausstellung "Die nackte Wahrheit" im Leopold Museum wird Klimts letztes Atelier im historischen Kontext anlässlich eines Gartenfestes in der sogen. "Klimt-Villa" am 11. Juni 2005 neu präsentiert. Derzeit ist das Atelier wegen Renovierung geschlossen, die Eröffnung ist voraussichtlich für Juli 2012 geplant. Ein virtuelle Rundgang durch das Atelier ist auf www.klimt.at, der Website des Vereins „Gedenkstätte Gustav Klimt“ möglich. Die Visualisierung entstand in Zusammenarbeit mit Time:Traveller und dem Bundesdenkmalamt.

Information:

Gedenkstätte Gustav Klimt: Letztes Atelier 1912-1918
Feldmühlgasse 15a (verlängerte Wittegasse), 1130 Wien
www.klimt.at

Der Gustav Klimt-Themenweg am Attersee

Der Gustav Klimt-Themenweg am Attersee

Kooperation mit der Ferienregion Attersee

Gustav Klimt verbrachte seine Sommeraufenthalte zwischen 1900 und 1916 oftmals am Attersee. Für seine Allegorien und Damenporträts bekannt, wandte er sich relativ spät der Landschaftsmalerei zu. Unter den heute rund 230 bekannten Gemälden finden sich über fünfzig Landschaften, die zum Großteil am Attersee entstanden sind – zwei seiner Hauptwerke sind im Leopold Museum zu besichtigen. 100 Jahre nach Klimts ersten Aufenthalten am See lädt der Themenweg „Klimt am Attersee“ ein, sich auf die Spuren des Wie¬ner Jugendstilmalers zu begeben. Die Umsetzung wurde im Jahr 2003 vom Regionalentwicklungsverein REGATTA in Zusammenarbeit mit den einzelnen Gemeinden koordiniert. Die fachliche Betreuung erfolgte durch ein Team vom Leopold Museum, Rudolf Leopold stand als Berater zur Verfügung.
24 Info-Tafeln informieren über Klimts Aufenthalte in der Region. Schwerpunkt bilden jene Orte, an denen Klimts Landschaftsbilder entstanden sind, vor allem die Gemeinden entlang des Nord- und Südufers in den Bereichen um Klimts Sommerdomizile in Litzlberg, Kammer und Weißenbach. Die Stelen an der Promenade in Seewalchen geben Auskunft über Klimts Leben und Werk und sind idealer Ausgangspunkt einer Wanderung auf den Spuren des Meisters. Einige der Klimt-Stelen sind beweglich und mit zwei quadratischen Ausschnitten versehen. Beim Blick durch diese Ausschnitte können die Besucher – ähnlich wie es Meister Klimt mit einem sogenannten „Sucher“ aus Pappe getan hat – ihre eigenen „Klimt-Landschaften“ komponieren. Ein zweisprachiger Text (deutsch/englisch) und ausgewählte Gemälde sowie historische Fotografien begleiten den Besucher auf dieser Entdeckungsreise. Auf Wunsch werden auch geführte Touren angeboten.

Information:

Tourismusverband Ferienregion Attersee
Nussdorferstrasse 15
4864 Attersee
www.attersee.at

Die Fakultätsbilder

Die Fakultätsbilder von
Gustav Klimt und Franz Matsch

Kooperation mit der Universität Wien

Das Leopold Museum verwirklicht in Kooperation mit der Universität Wien im Rahmen der Ausstellung "Die nackte Wahrheit" eine kühne Idee und führt erstmals die für den großen Festsaal der Universität konzipierten Deckengemälde von Gustav Klimt und Franz Matsch in Form von originalgroßen Reproduktionen zusammen. Sie waren nie an ihrem ursprünglichen Bestimmungsort zu sehen. Ein "Kunstskandal" verhinderte den Auftrag, der von Anfang an zahlreichen Widerständen ausgesetzt war. Nach einem zehn Jahre andauernden Streit, kauft Klimt seine Fakultätsbilder "Philosophie", "Medizin" und "Jurisprudenz" zurück. Alle drei verbrennen 1945 auf Schloss Immendorf. Matschs Fakultätsbild "Theologie" ist heute noch erhalten und wurde im Rahmen dieser Aktion restauriert. Nach erstmaligen Rekonstruktionsanalysen der Klimt-Expertin Alice Strobl in den 1960er Jahren, konnten nun, im Jahr 2005, die 4,40 x 3 Meter großen Reproduktionen in 19 Meter Höhe montiert werden.

Uni Wien

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