Rooftop – Libelle © Leopold Museum, Wien

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Leopold Museum Rooftop: Terrasse und Libelle landen auf dem Museumsdach

Das MuseumsQuartier Wien bekommt eine neue Attraktion: Das Dach des Leopold Museums wird ab 2016 für Besucher geöffnet. Neben der „MQ Terrasse“ wird dann ein rund 600 m2 großer Veranstaltungsraum – die „MQ Libelle“ – das Kunst- und Kulturareal bereichern. Das vom MQ Architekten Laurids Ortner entworfene Bauprojekt wird auch Arbeiten der Künstlerinnen Eva Schlegel und Brigitte Kowanz umfassen.

April 2014 – Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer, Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und der Direktor des MuseumsQuartier Wien, Christian Strasser, präsentierten im Rahmen eines Pressegesprächs die Pläne für die Aufbauten auf dem Dach des Leopold Museums. Es handelt sich dabei um die größte Erweiterung des beliebten Kunst- und Kulturareals seit dessen Bestehen.

Zentrales Element des Projekts ist die „MQ Libelle“, ein rund 600 m2 großer Veranstaltungsraum, der fast auf dem Dach zu schweben scheint. Entworfen wurde der gläserne Bau von Laurids Ortner, der gemeinsam mit seinem Bruder Manfred Ortner für die großen Neubauten im MQ Haupthof (Leopold Museum, mumok, Kunsthalle Wien) verantwortlich zeichnete und daher wie kein Zweiter mit der Architektur des MuseumsQuartier Wien vertraut ist. Entsprechend organisch fügt sich das Bauwerk in das Gesamtbild des Areals ein.

Besonders erfreut zeigte sich Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer über die Einbindung von führenden österreichischen Künstlerinnen in die Erweiterung des Areals. Die Glasfassade der „MQ Libelle“ wird von Eva Schlegel gestaltet, die u. a. als Teilnehmerin (1995) und Kommissärin des österreichischen Beitrags zur Biennale in Venedig (2011) Bekanntheit erlangte. Ein weiterer Blickfang wird eine Lichtinstallation von Brigitte Kowanz sein, die für ihre Arbeiten zu Raum und Licht u. a. 2009 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst ausgezeichnet wurde. Dazu Ostermayer: „Für das MuseumsQuartier Wien als eines der weltweit größten Kunst- und Kulturareale gehört es einfach zum Selbstverständnis, dass ein solches Projekt mit einem hohen künstlerischen Anspruch verbunden ist. Bauen wirkt außerdem immer konjunkturbelebend, weshalb dieses Vorhaben doppelt begrüßenswert ist.“

Die „MQ Terrasse“ wird den Besuchern des MuseumsQuartier Wien einen neuen Blick auf die City bieten und über Außenlifte öffentlich zugänglich sein. Wie in den Höfen des MQ wird es  dort Terrassenmöbel zum Aufenthalt ohne Konsumzwang geben. Für das leibliche Wohl der Gäste wird ein Café auf dem Dach sorgen. Auch die Stadt Wien begrüßt das Projekt als neuen kreativen Impuls für das MuseumsQuartier: „Uns ist der offene Zugang zu den neuen Räumen ein zentrales Anliegen“, betonte Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. „Es ist sichergestellt, dass der künftige Kulturort am Dach des Leopold Museums einem breiten Publikum zur Verfügung steht; für Kulturnutzer wird es spezielle Tarife geben.“

Die multifunktionale „MQ Libelle“ wird sowohl für Kunst- und Kulturprojekte zur Verfügung stehen als auch für Veranstaltungen an Dritte vermietet werden. Über diese Mieteinnahmen wird sich das Bauprojekt mit einem Gesamtvolumen von rd. 6 Mio. Euro langfristig selbst tragen. Bestehende Budgets werden dadurch nicht belastet, die Finanzierung erfolgt etwa zu gleichen Teilen über Kredite und Rücklagen aus Einnahmen der MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH.

Derzeit befindet sich das Projekt in der Entwurfsphase, Baubeginn wird nach derzeitigem Planungsstand im Frühherbst 2015 sein. Die Bauarbeiten werden etwa ein Jahr dauern. Mit Ausnahme einer temporären Sperre der obersten Etage des Leopold Museums bleibt der Betrieb in vollem Umfang erhalten.

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