Führung © Leopold Museum

Gratis Kunstvermittlungsprogramme: GESICHT DER JUGEND
Mit Klimt und Schiele im Leopold Museum

Das Leopold Museum bietet im Schuljahr 2018/2019 unter dem Motto GESICHT DER JUGEND Kunstvermittlungsprogramme für Schülerinnen und Schüler von 6 bis 19 Jahren an. Dank der zahlreichen Fördererinnen und Förderer, die im Rahmen des Fundraising Dinners im Leopold Museum 2018 dieses Projekt unterstützt haben, und dank des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die Programme für Schulen mit keinen Kosten verbunden.

Das Leopold Museum zeigt eine Schau einzigartiger Kunstwerke des Wiener Jugendstils, der Wiener Werkstätte und des österreichischen Expressionismus. Es beherbergt die bedeutendste und größte Egon Schiele-Sammlung der Welt, Meisterwerke von Gustav Klimt und Unikate von Künstlern der Wiener Werkstätte wie Kolo Moser, die als wegweisende Kunstwerke der internationalen Designgeschichte gelten. Das Leopold Museum bietet sich daher ausgezeichnet als außerschulischer Lernort an, wo die Kultur und Geschichte Österreichs und Wiens – ehemals Hauptstadt des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn und heute Hauptstadt der Republik Österreich – erfahrbar wird.

Drei für unterschiedliche Altersgruppen konzipierte Gratis-Programme, die um die künstlerischen Hauptprotagonisten Gustav Klimt und Egon Schiele, wie auch um das Thema „Mensch“ kreisen, stehen zur Auswahl:  

Für SchülerInnen von 6 bis 10 Jahren

Gelangweilte Spirale und wütendes Dreieck
Mit Klimt und Schiele im Leopold Museum

Dauer des Programms: 1,5 Stunden (Dialogführung inkl. Kreativworkshop)

Gefühle bestimmen unseren Alltag. Bist du fröhlich, traurig oder überrascht? Sind Gefühle ansteckend? Vor über 100 Jahren entwickelten die Künstler Gustav Klimt und Egon Schiele ihre eigene nonverbale Kommunikation, indem sie mit einer Vielfalt von Farben und Formen experimentierten. Der soziokulturelle Wandel der Gesellschaft erforderte einen neuen Zugang im künstlerischen Ausdruck. Im gemeinsamen Rundgang entdecken wir die unterschiedlichen Merkmale von Jugendstil und Expressionismus. Mittels spielerischer Aktionen, bei der Mimik und Gestik eine Rolle spielen, nähern wir uns unserer eigenen Gefühlswelt an. Im Atelier entsteht eine Darstellung des eigenen Gesichts durch individuelle Muster und Stempeldrucke. Wie bunt bist du? 

Jede Klasse wird eingeladen, ein Klassen-Kunstwerk für eine Präsentation im Leopold Museum einzureichen. Welches “Gesicht der Jugend”, jeweils repräsentativ für eine Schulklasse, wird sich offenbaren? Die von einer Jury ausgewählten Arbeiten werden am Ende des Schuljahres prämiert. 

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Für SchülerInnen von 10 bis 14 Jahren

Das Ich im Bild
Mit Klimt und Schiele im Leopold Museum

Dauer des Programms: 1,5 Stunden (Dialogführung inkl. Kreativworkshop)

Vor den Kunstwerken des Jugendstils und des Expressionismus – insbesondere den Menschendarstellungen Gustav Klimts und Egon Schieles – beschäftigen wir uns mit der Welt in „Wien um 1900“. Was prägte diese für Wien so einzigartige Zeit? Welche entscheidenden kulturellen, gesellschaftlichen, sozialen, architektonischen und technologischen Neuerungen gab es damals? Speziell die Kunstwerke Gustav Klimts und Egon Schieles spiegeln diese Epoche voller Umbrüche wider. Wir erfahren im Rahmen der interaktiv aufgebauten Dialogführung, welche unterschiedlichen Menschenbilder bzw. Weltsichten diese beiden Künstler repräsentieren. Gleichzeitig versuchen wir gemeinsam herauszufinden, inwiefern diese Unterschiede bei Schiele bzw. bei Klimt in der Gestaltungsweise sichtbar werden. Geht es mehr um Idealisierung des Ichs oder um schonungslose Selbstdarstellung? Wie würde heute ein „Selfie“ von Gustav Klimt oder Egon Schiele aussehen? Beim zeichnerischen und malerischen Gestalten im Atelier schaffen wir von gesehenen Kunstwerken inspirierte (Selbst-)Porträt. 

Jede Klasse wird eingeladen, ein Klassen-Kunstwerk für eine Präsentation im Leopold Museum einzureichen. Welches “Gesicht der Jugend”, jeweils repräsentativ für eine Schulklasse, wird sich offenbaren? Die von einer Jury ausgewählten Arbeiten werden am Ende des Schuljahres prämiert. 

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Für SchülerInnen von 15 bis 19 Jahren

Menschenbilder. Körperzeichen
Mit Klimt und Schiele im Leopold Museum

Dauer der Dialogführung: 1 Stunde

Gustav Klimt und Egon Schiele zählen zu den berühmtesten Künstlern ihrer Generation. Beide widmeten sich ausgiebig dem Menschen- und Körperbild und revolutionierten die Art, wie Frauen, Männer aber auch Kinder in Bildern gezeigt werden. Anhand von Meisterwerken beider Maler analysieren wir die Zugänge ihrer Schöpfer zu menschlichen Grunderfahrungen wie Leben und Tod, Liebe und Sexualität. Oder: Wie thematisieren sie das Menschsein?
Wir widmen uns ausgewählten Werken und üben uns in der Bildbeschreibung. Weiterführende Fragestellungen öffnen das Tor zur Interpretation: Welche Altersstufen werden dargestellt? Wie sehen die Körper aus – realistisch oder unrealistisch? Sind die Personen handelnd oder passiv dargestellt? Welches Menschenbild ergibt sich aus den Beobachtungen? Ziel des Vermittlungsangebots ist es, Kunstwerke als eine Summe von Entscheidungen und persönlichen Haltungen zu verstehen, die Bewusstes und Unbewusstes miteinander verbinden. Das kreative Schaffen von Klimt und Schiele hat eine entschieden gesellschaftspolitische Dimension, wenn auch ihre persönlichen Einstellungen höchst unterschiedlich einzuordnen sind. Eine Frage zum Schluss sei noch erlaubt: Von wem würdest du dich malen lassen?

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