Friedensreich Hundertwasser, 224 Le grand chemin, St. Mandé/Seine, 1955 © Belvedere, Wien © 2019 Namida AG, Glarus, Schweiz

Spezial

VORTRAG
"LINIE VON HAMBURG"

Donnerstag, 30. April 2020 18:30 Uhr

Von Bazon Brock

Die Linie von Hamburg

Im Wintersemester 1959/60 nahm Hundertwasser eine Gastdozentur an der Hamburger Hochschule für bildende Künste an, wodurch seine Position in der Avantgardeszene – bereits zehn Jahre nach der ersten Ausstellungsbeteiligung – institutionell anerkannt wurde. Gemeinsam mit den Dichtern Bazon Brock und Herbert Schuldt strebte Hundertwasser, beginnend am 18. Dezember 1959, in einem performativen Akt nach der Erschaffung einer „unendlichen Linie“, welche als Die Linie von Hamburg in die Kunstgeschichte einging.

Mit Pinsel und Farbe zogen die Teilnehmenden abwechselnd und Tag und Nacht hindurch eine ungleichmäßige Linie über Wände und Fenster. Ziel war es, die vegetative Spirale Hundertwassers im Lebensraum zu entfalten. Die Aktion schlug allerdings medial so hohe Wellen, dass die Hochschulleitung die Fortführung untersagte und Hundertwasser die Linienziehung am 20. Dezember vorzeitig beendete.

Kurz vor der Eröffnung dieser Ausstellung im Leopold Museum widmeten sich Studierende der Universität für angewandte Kunst unter der Ägide von Bazon Brock in einer 36 Stunden dauernden Re-Inszenierung der „unendlichen Linie“.

Eintritt mit gültigem Museumsticket frei!

 

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