Otto Wagner, Stuhl für die österreichische Postkasse, 1902 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4157

  • Koloman Moser, Intarsierter Schrank aus dem Schlafzimmer der Wohnung Eisler von Terramare, 1903 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4150
  • Josef Hoffmann, Jardinière, um 1903/04 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4525
  • Josef Hoffmann, Dose mit Deckel, um 1910 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4180

Wiener Werkstätte

Diese Bewegung führte schließlich im Jahr 1903 zur Gründung der Wiener Werkstätte durch Josef Hoffmann, Koloman Moser und dem Mäzen Fritz Wärndorfer. Ziel der Werkstätte war eine Erneuerung des Kunstbegriffes auf dem Bereich des Kunstgewerbes und eine Verschönerung des Lebens durch von Künstlern gestaltete Alltagsgegenstände. In Anlehnung an britische Vorbilder galt es, der lieblosen, industriellen Nachahmung vergangener Stile schlichte, elegante Unikate entgegenzusetzen. Mit gleicher Sorgfalt wurden eine Teekanne und ein Kleiderschrank entworfen, mit gleichem Idealismus jeder Gebrauchsgegenstand zu einem Kunstwerk erhoben. Alle Lebensbereiche sollten einheitlich durchgestaltet und einer neuen, modernen Kultur gerecht werden.

Bis in die Zwanzigerjahre eröffnete das Unternehmen Verkaufsfilialen an den besten Adressen in Wien und im Ausland, nichtsdestotrotz zeichnete sich jedoch sein Scheitern ab. Vor allem die hohen Preise der Produkte waren dafür verantwortlich, dass die Wiener Werkstätte ihr soziales Anliegen, das Leben aller durch von Künstlern entworfenen Alltagsgegenstände zu verschönern, nicht erreichen konnte. Bis zur endgültigen Schließung 1932 war man ständig auf die Unterstützung wohlhabender Mäzene angewiesen.

Das Leopold Museum zeigt in der ständigen Sammlung Metallarbeiten und Möbel von Josef Hoffmann und Koloman Moser wie auch ausgewählte Objekte von Otto Wagner und anderen.

Das Leopold Museum bietet seinen BesucherInnen überdies ein reiches Angebot an verschiedensten Sonderausstellungen, die nicht selten auf mehrere Etagen des Hauses aufgeteilt sind. Dadurch ist es aus Platzgründen nicht möglich, den reichhaltigen Bestand der Leopold Museum-Privatstiftung in seinem ganzen Umfang im Leopold Museum dauerhaft zu präsentieren. Da das Museum zudem einen regen Leihverkehr mit anderen Museen und Sammlungen betreibt, kommt es immer wieder auch zu kurzfristigen Veränderungen in der Sammlungspräsentation. Wir bitten dafür um Verständnis.

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