Alfred Kubin, Der Mensch, 1902 © Leopold Museum, Wien, Inv. 910

  • Franz Wiegele, Liegender weiblicher Akt, 1920 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1386
  • Oskar Kokoschka, Pieta (Plakat für das Sommertheater in der Kunstschau), 1909 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2673
  • Alfred Kubin, Das Grausen, um 1902 © Leopold Museum, Wien, Inv. 879, (c) VBK, Wien 2011
  • Egon Schiele, Kauernder Mädchenakt, 1914 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1398
  • Egon Schiele, Sich umarmende Mädchenakte, 1914 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1426
  • Egon Schiele, Komposition dreier Männerakte, 1910 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1459
  • Oskar Kokoschka, Alma Mahler und Oskar Kokoschka, 1913 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4667
  • Oskar Kokoschka, Der sogenannte Savoyardenknabe, 1912/13 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4668
  • Egon Schiele, Edith in gestreiftem Kleid, stehend, 1915 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1420
  • Egon Schiele, Zeichenstudie zum Liebesakt, 1915 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1406
  • Egon Schiele, Liegender Knabe (Erich Lederer), 1913 © Leopold Museum, Wien, Inv.Nr. 1408

Grafik

Zeichnungen und Aquarelle waren für Rudolf Leopold in der Wertschätzung stets gleichbedeutend wie Ölgemälde. Dies drückt sich auch in Zahlen aus, denn die Sammlung Leopold umfasst heute rund 3500 Arbeiten auf Papier.

Fragile Blätter und Zeichnungen von Egon Schiele, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Alfred Kubin zeigen in besonders intimer Weise deren Kunst. Aus konservatorischen Gründen können diese Werke nur zeitweise dem Licht ausgesetzt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Blätter vergilben und die Farben ausbleichen, was zu irreparablen Schäden führen könnte.

Egon Schiele

Egon Schiele ist einer der größten Zeichner des letzten Jahrhunderts. Prof. Leopold meinte, dass man in der Kunstgeschichte bis zu Dürer und Rembrandt zurückgehen muss, um eine vergleichbare Präzision und Kraft in der Linie zu finden. Seine ohne jemals zu zögern, sicher gezogenen Linien, reichen alleine aus, um die gesamte expressive und emotionelle Aussage seiner Grafiken zu tragen. Von den ersten Versuchen, eine eigene Bildsprache zu finden, über seine Darstellung einer problematischen und tragisch aufgefassten Sexualität, bis hin zu den späten Zeichnungen, in denen ein vergleichsweise lyrischer Zug bemerkbar wird, zeigen die Blätter Schieles einen eindrucksvollen Querschnitt durch die Entwicklung seines Schaffens.

Gustav Klimt

Gustav Klimt bereitete fast all seine Gemälde in unzähligen Bleistiftstudien vor. Diese Blätter hatten rein privaten Charakter und waren auch ein Medium erotischer Phantasien. Nur selten stellte er seine Blätter zum Verkauf zur Verfügung und da ihm die Darstellung sexueller Tabuthemen den Vorwurf der Obszönität einbrachten, beschloss er, seine Zeichnungen in Wien nicht mehr auszustellen.

Oskar Kokoschka

Oskar Kokoschka, neben Egon Schiele der bedeutendste Vertreter des österreichischen Expressionismus, warf schnell jegliche akademisch geschulte Ästhetik über Bord und erhob die provokante, oftmals verhässlichende Wiedergabe des Darstellten zum Prinzip. Wie für viele Künstler, die neue künstlerische Wege beschritten, waren auch für Kokoschka das Aquarell und die Zeichnung ein bevorzugtes Medium.
 

Alfred Kubin

Die zutiefst beunruhigende Bildwelt der Grafiken Alfred Kubins legt einen Blick in die Abgründe der menschlichen Existenz frei. Angst, Ausweglosigkeit und dunkle Triebe scheinen unser Leben, das einem Albtraum ähnelt, zu bestimmen. Kubin beschreibt diese Traumwelt auch in seinem Roman „Die andere Seite“, welcher gemeinsam mit Hilfe der Philosophie Schopenhauers, der Psychoanalyse Freuds und einer eingehenden Symbolstudie, den Schlüssel zur teilweise grotesk anmutenden Weltsicht des Künstlers geben kann.

Da Werke auf Papier sehr lichtempfindlich sind, können jegliche Art von Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken nicht dauerhaft ausgestellt werden. Abgesehen von Sonderausstellungen, in denen Arbeiten auf Papier vorübergehend gezeigt werden können, befinden sich diese Objekte im Depot und sind den MuseumsbesucherInnen nicht zugänglich. Wir bedauern dies und bitten dafür um Verständnis. Sollten Sie an einer bestimmten Grafik Interesse haben, wenden Sie sich bitte an das Museum, um zu erfragen ob diese gerade ausgestellt ist.

Teilen und verbreiten

  • Share on Tumblr
  • Teilen per E-Mail