Albin Egger- Lienz, »Pietà«, 1926 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4126

  • Albin Egger-Lienz, Die Schnitter bei aufziehendem Gewitter, um 1922 © Leopold Museum, Wien, Inv. 532
  • Anton Faisthauer, Gattin des Künstlers, 1919 © Leopold Museum, Wien, Inv. 1978
  • Anton Kolig, Sitzender Jüngling (Am Morgen), 1919 © Leopold Museum, Wien, Inv. 406
  • Gerhart Frankl, Die Kathedrale von Reims, 1929 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2104
  • Hans Böhler, Sitzende mit Blumen, 1927 © Leopold Museum, Wien, Inv. 612
  • Herbert Boeckl, Liegender Frauenakt, 1919 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2115
  • Josef Dobrowsky, Porträt Isolde Ahlgrimm (Frau mit weißer Bluse), 1938 © Leopold Museum, Wien, Inv. 38
  • Lovis Corinth, Bildnis Alfred Kuhn, 1923 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2091
  • Max Beckmann, Nackttanz im Abendkaffee, 1922 © Leopold Museum, Wien Inv. 1578

Vom Expressionismus zur neuen
Sachlichkeit 1908-1938

Das Jahr 1918 bedeutete nicht nur das Ende des Ersten Weltkriegs und damit den Schlusspunkt des 645 Jahre bestehenden Habsburgerreichs, sondern auch das Todesjahr von Gustav Klimt, Egon Schiele, Koloman Moser und Otto Wagner. Darüber hinaus hatte Oskar Kokoschka 1917 Wien definitiv verlassen und war nach Dresden übersiedelt. Dieses plötzliche Wegfallen der kreativsten Künstler der Stadt konnte Wien nicht so leicht überwinden. Demgegenüber gewannen die österreichischen Provinzen in der Zwischenkriegszeit künstlerisch an Bedeutung.

Die Erfahrung der Kriegsgräuel, der Zusammenbruch der Monarchie und diverse sich widersprechende Sozialutopien führten zu einer existentiellen Verunsicherung, die sich auch in der Kunst widerspiegelte. Dadurch, dass darüber hinaus ein bestimmendes Zentrum fehlte, ist die Kunstproduktion der Zwischenkriegszeit von einer großen Vielfältigkeit.

Das Leopold Museum bietet anhand von Spitzenwerken der österreichischen Kunst einen umfassenden Überblick über die Malerei zwischen den Kriegen und behandelt ihre bislang eher gering geschätzte Bedeutung im Kontext der internationalen Entwicklung. In der Nachfolge Cézannes, in der Neuen Sachlichkeit und insbesondere im Spätexpressionismus stechen zum Beispiel Herbert Boeckl oder die Maler des Nötscher Kreises besonders hervor. In Nötsch, einem kleinen Ort in Kärnten, sammelte sich Anfang der Zwanzigerjahre eine lose Künstlergemeinschaft. Neben Franz Wiegele ist vor allem Anton Kolig, der Hauptvertreter des Nötscher Kreises, im Leopold Museum mit vielen seiner herausragendsten Gemälden vertreten. Hauptwerke von Albin Egger Lienz, Josef Dobrowsky und Alfons Walde runden den Rundgang durch die österreichische Kunst von 1918 bis 1938 ab.

Da Werke auf Papier sehr lichtempfindlich sind, können jegliche Art von Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken nicht dauerhaft ausgestellt werden. Abgesehen von Sonderausstellungen, in denen Arbeiten auf Papier vorübergehend gezeigt werden können, befinden sich diese Objekte im Depot und sind den MuseumsbesucherInnen nicht zugänglich. Wir bedauern dies und bitten dafür um Verständnis. Sollten Sie an einer bestimmten Grafik Interesse haben, wenden Sie sich bitte an das Museum, um zu erfragen ob diese gerade ausgestellt ist.

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