Koloman Moser, Armlehnstuhl verwendet in der XVlll. Secessionsausstellung und in der Eingangshalle des Sanatorium Purkersdorf, 1903 © Leopold Museum, Wien, Inv. 4354

Koloman Moser, Armlehnstuhl

Zur Eröffnung des Leopold Museums schenkte sich die Stiftung im Jahr 2001 den legendären Armlehnstuhl von Kolo Moser, den dieser erstmals 1903 im Rahmen der ersten Klimt-Ausstellung in der Secession präsentiert hatte. Als Joseph Hoffmann 1904 ein Sanatorium in Purkersdorf bei Wien plante, das eigentlich mehr ein Erholungshotel und gesellschaftlich künstlerischer Treffpunkt der Wiener Kunstszene werden sollte, kam Kolo Mosers Sesselentwurf nun als Sitzmöbel für die Eingangshalle zum Einsatz. Auf den Armlehnstühlen im Foyer des Sanatoriums Purkersdorf haben unter anderem Arthur Schnitzler, Egon Fridell, Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Hugo von Hofmannsthal und natürlich auch Joseph Hoffmann und Kolo Moser selbst Platz genommen.

Die schnörkellose Architektur des Hauses zeichnete sich durch gerade Linienführungen und dem Einsatz von Schachbrettdekor aus, mit dem auch das schwarz-weiß lackierte Rohrgeflecht des Stuhls in Dialog trat. Da Kolo Moser und Joseph Hoffmann ab 1900 gleichermaßen von geometrischen Mustern und einfachen, kubischen Formen fasziniert waren, findet man viele Ähnlichkeiten in der Architektur Hoffmanns und dem Design Kolo Mosers, so auch die aus geraden Flächen aufgebaute Würfelform des „Purkersdorfer Sessels“.

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