Gustav Klimt, Aufziehendes Gewitter (Die große Pappel ll), 1903 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2008

Gustav Klimt, Aufziehendes Gewitter (Die große Pappel)

Gustav Klimt verbringt die Sommermonate von 1900 bis 1907 mit der Familie Flöge im Gästehaus des Brauhofs Litzlberg, wo er Ruhe und Inspiration findet. Schon in der allernächsten Umgebung entdeckt er interessante Motive und malt gleich zwei Mal die große Pappel. Es sind dies die einzigen zwei Landschaftsbilder, in denen Klimt durch Wolken eine Stimmung ausdrückt.

Hinter der noch heute existierenden kleinen Kapelle türmt sich der imposante Baum mit pointillistisch wirkenden „Forellentupfen“ in den Himmel. Während die Pointillisten jedoch die Wirklichkeit in einzelne Punkte aus reiner Farbe zerlegen, malt Klimt mit jedem fein nuancierten Fleckchen ein konkretes Blatt. Auch die sich gewaltig zusammenbrauenden Gewitterwolken sind in den feinsten Farbnuancen dargestellt. Die Säule der Pappel teilt das Quadrat in verschieden große Flächen ein. Während im Bild noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht, wurde der majestätische Baum im Jahr 1928 Opfer eines anderen Gewitters und von einem Blitz gefällt.

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