Gustav Klimt, Tod und Leben, 1910/15 © Leopold Museum, Wien, Inv. 630

  • Rudolf Leopold vor "Tod und Leben" © Leopold Museum
  • Ausschnitt aus Tod und Leben © Leopold Museum
  • Wien 1900 Ausstellungsübersicht © Leopold Museum

Gustav Klimt, Tod und Leben

In Gustav Klimts im Jahr 1910 entstandenen großen Gemälde „Tod und Leben“ gibt es keinen persönlichen Tod, sondern nur einen allegorischen Sensenmann, der hämisch grinsend auf das „Leben“ blickt. Dieses Leben besteht aus allen Generationen: vom Baby bis zur Großmutter sind alle Altersstufen vertreten und verbildlichen den Zirkel des Lebens, der unendlich ist. Der Tod kann zwar einzelne Individuen aus dem Leben schlagen, dem Leben selbst, der Menschheit als Ganzes, jedoch nichts anhaben. Der Zirkel des Lebens wiederholt sich auch in den vielfältigen, wunderschönen, pastellfarbenen Kreisornamenten, die das Leben verspielt umranken. Gustav Klimt bezeichnete dieses Gemälde, das 1911 in Rom mit dem ersten Preis der Internationalen Kunstausstellung gewürdigt wurde, als sein wichtigstes figuratives Werk. Trotzdem schien er im Jahr 1915 plötzlich nicht mehr zufrieden mit dieser Version gewesen zu sein und begann das bereits gerahmte Gemälde zu überarbeiten. Der einst angeblich goldfarbene Hintergrund wurde nun grau und sowohl der Tod als auch das Leben mit weiteren Ornamenten ergänzt. Vor dem Original stehend, kann man auf der linken Innenseite des von Joseph Hoffmann entworfenen Rahmens noch Spuren dieser Übermalung von Gustav Klimt erkennen.

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