„Humanitassäule“ von Joannis Avramidis: 13 Meter hohe Skulptur im Haupthof des MQ aufgestellt

15.05.2017

Bronzener Vorbote der umfassenden Avramidis-Ausstellung des Leopold Museum

Wien (OTS) - Ein bronzener Vorbote der großen Avramidis-Schau im Leopold Museum ist ab heute, Freitag, den 12. Mai 2017, im Haupthof des MuseumsQuartier zu sehen. In Verlängerung der Nordfassade des Museums wurde erstmals die für den öffentlichen Raum konzipierte Großskulptur mit dem Titel „Humanitassäule“ aufgebaut, die zwischen 1993 und 1996 entstanden ist. Sie gehört zu den Hauptwerken des bedeutenden griechisch-österreichischen Künstlers, der zu den herausragendsten Protagonisten der österreichischen Bildhauerei nach 1945 zählt.

Das im Haupthof des MQ präsentierte Kunstwerk stellt einen integralen Bestandteil der ersten umfassenden Retrospektive des Künstlers in Österreich dar, die vom 19. Mai bis 4. September 2017 im Leopold Museum präsentiert wird. Die Eröffnung der von Stephanie Damianitsch und Ivan Ristić kuratierten Avramidis-Schau findet am Donnerstag, 18. Mai 2017, um 19 Uhr, im Rahmen der SommerÖffnung des MQ statt. Rund 100 Exponate aus allen Schaffensphasen – darunter 50 Skulpturen und mehr als 40 Grafiken und Gemälde – geben ab 19. Mai einen umfassenden Einblick in das Œuvre des bedeutenden Künstlers.

Seit Mitte der 1960er-Jahre arbeitete Joannis Avramidis an visionären Konzepten von Skulptur, die über die Darstellung der Einzelfigur hinausgingen und die Idee der Gemeinschaft und des Zusammenlebens zum Thema hatten. In der „Humanitassäule“ schloss er aneinandergereihte Einzelfiguren zu einer Rundfiguration zusammen und ließ die in spiegelbildlicher Durchführung übereinandergesetzten Figurengruppen ins scheinbar Unendliche wachsen. Als Metapher für die Idee der Mitmenschlichkeit wurde die „Humanitassäule“ als Teil einer vom Künstler ab Mitte der 1960er-Jahre geplanten, unrealisiert gebliebenen Tempelanlage konzipiert. Mit der Aufstellung der „Humanitassäule“ soll somit ein Lebenswunsch des im letzten Jahr verstorbenen Künstlers erfüllt werden, der am 23. September des heurigen Jahres seinen 95. Geburtstag gefeiert hätte.

Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger: „Den Grundstein für dieses Ausstellungsprojekt legte eine noch zu Lebzeiten des Künstlers im Rahmen meines Besuchs im Prateratelier ausgesprochene Einladung an Joannis Avramidis, eine Retrospektive für das Leopold Museum zu gestalten. Nun, rund ein Jahr nach dem Tod des Künstlers, der am 16. Jänner 2016 verstarb, findet diese bisher größte monographische Präsentation des österreichisch-griechischen Bildhauers in Österreich statt. Die Ausstellung ist die längst überfällige Würdigung des großen Einzelgängers der österreichischen Kunstgeschichte.“

Joannis Avramidis (1922-2016)
Humanitassäule │ Column of Humanity, 1993–1996
Bronze
Höhe: 13,22 m, mit Fundament ca. 14,50 m
Atelier Joannis Avramidis, Wien

Teil der Retrospektive „Joannis Avramidis“, Leopold Museum, Wien 19.05–04.09.2017

In Kooperation mit: MuseumsQuartier Wien

„JOANNIS AVRAMIDIS“
Kuratiert von Stephanie Damianisch und Ivan Ristić
19. Mai bis 4. September 2017
Ebene 0

Pressekonferenz und Rundgang durch die Ausstellung: Donnerstag, 18. Mai, ab 10 Uhr, Auditorium
(Einlass ab 9.30 Uhr)

Eröffnung: Donnerstag, 18. Mai, 19 Uhr, Ebene 0, Oberes Atrium

Der Eintritt in das Leopold Museum ist am 18. Mai im Rahmen der SommerÖffnung des MQ ab 17 Uhr frei.

Ebenfalls im Leopold Museum eröffnet an diesem Abend, bereits um 18 Uhr, die Ausstellung „The Conundrum of Imagination“ der Wiener Festwochen in Kooperation mit dem Leopold Museum.

„THE CONUNDRUM OF IMAGINATION. ON THE PARADIGM OF EXPLORATION AND DISCOVERY“
Kuratiert von Bonaventure Soh Bejeng Ndikung und Pauline Doutreluingne
19. Mai bis 18. Juni 2017
Ebene -2

Rundgang durch die Ausstellung im Anschluss an die Avramidis

Pressekonferenz: Donnerstag, 18. Mai, ab 11 Uhr, Treffpunkt Ebene 0, Oberes Atrium

Eröffnung: Donnerstag, 18. Mai, 18 Uhr, Ebene 0, Oberes Atrium

 
Rückfragen & Kontakt:
Leopold Museum-Privatstiftung
Mag. Klaus Pokorny - Presse / Public Relations
Tel.: 0043 1 525 70 - 1507
presse@leopoldmuseum.org
www.leopoldmuseum.org

 

OTS 

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