Stammeskunst aus Afrika und Ozeanien im Dialog mit der klassischen Moderne im Leopold Museum

22.09.2016

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Anhand von mehr als 60 Werken der klassischen Moderne und über 250 Objekten aus West- und Zentralafrika sowie Ozeanien zeigt die Ausstellung „Fremde Götter. Faszination Afrika und Ozeanien“ von 23. September 2016 bis 9. Jänner 2017 eindrucksvoll die Auswirkungen der sogenannten „primitiven“ Kunst auf die Kunst der europäischen Moderne der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

"Fremde Götter“, kuratiert durch den Ethnologen und Tribal Art-Experten Erwin Melchart und den Kunsthistoriker Ivan Ristić stellt in der Historie des Ausstellungsgeschehens in Österreich eine Novität dar. Erstmals werden herausragende Objekte aus der von Prof. Rudolf Leopold zusammengetragenen Sammlung afrikanischer und ozeanischer Stammeskunst ausgewählten Werken bedeutender Künstler der klassischen Moderne gegenübergestellt. Präsentiert werden u.a. Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen von Pablo Picasso, Constantin Brâncuşi, Fernand Léger, Amedeo Modigliani, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde oder Max Ernst.

Artefakte aus insgesamt 14 afrikanischen Ländern (Benin – Burkina Faso – Elfenbeinküste – Gabun – Ghana – Kamerun – Kongo – Demokratische Republik Kongo – Liberia –Mali – Niger – Nigeria – Sierra Leone – Tansania) und 6 ozeanischen Ländern (Fidschi – Indonesien – Papua-Neuguinea – Salomonen – Vanuatu – Neuseeland) sind im Leopold Museum zu sehen.

Darüber hinaus verweisen sogenannte „Mirror Masks“ – mit Spiegel-Fragmenten überarbeitete Masken aus Mali – sowie Videoarbeiten des international renommierten algerisch-französischen Künstlers Kader Attia auf die vielfachen Überlagerungen von afrikanischen Meistern der Schnitzkunst, klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst. Zum Auftakt der Ausstellung „Fremde Götter“ luden die Direktoren des Leopold Museum Hans-Peter Wipplinger und Gabriele Langer gemeinsam mit Post-Generaldirektor Georg Pölzl, dem Head des Circle of Patrons des Leopold Museum, am Abend des 20. September zu einem exklusiven Fundraising Dinner.

Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger begrüßte die rund 200 Gäste in seiner Eröffnungsrede und verwies dabei auf die zahlreichen formalästhetischen Analogien zwischen der sogenannten primitiven Kunst Afrikas und Ozeaniens und den Protagonisten der Pariser Avantgarde um Picasso, den deutschen Expressionisten und surrealistischen Positionen.

Der Vorstand der Leopold Museum-Privatstiftung war durch Sammlerin und Museumsgründerin Elisabeth Leopold und Vorstandsvorsitzenden Helmut Moser und Werner Muhm vertreten.

Der Dinner-Einladung folgten der ehemalige Kulturminister und jetzige Sozialbau-Vorstand Josef Ostermayer, der Rektor der Angewandten Gerald Bast, die Museumsdirektorinnen Sabine Haag (Kunsthistorisches Museum), Danielle Spera (Jüdisches Museum Wien), Agnes Husslein-Arco (Belvedere), Karola Kraus (mumok), Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder sowie Florian Steininger, Direktor der Kunsthalle Krems. Am Fundraising Dinner nahmen ebenso die Sammler Diethard Leopold und Toyoko Hattori teil, die kaufmännische Geschäftsführerin des mumok Cornelia Lamprechter, M.A.C. Hoffmann Geschäftsführerin Alexandra Graski-Hoffmann, die GaleristInnen und Kunsthändler Ursula Krinzinger, Wolfgang und Susanne Bauer, Alexander Giese, Julius Hummel, Sabina Kohler, Ute Eggeling und Michael Beck, Alois Wienerroither und Eberhard Kohlbacher.

Ebenfalls mit dabei waren die KünstlerInnen Eva Schlegel, Walter Vopava, Erwin Wurm, Martina Steckholzer, TOMAK, Constantin Luser, Markus Huemer und Gregor Schmoll.

Auch ORF-Kulturchef Martin Traxl, Impulstanz-Chef Karl Regensburger, im kinsky Geschäftsführer Michael Kovacek, Alexander Herberstein (Dorotheum), Maximilian von Künsberg-Sarre (Vorstand, Herba-Chemosan), Conwert-GF Martina Postl, Architekt Carl Pruscha und Zone-Geschäftsführer Benno Pichler folgten der Einladung des Leopold Museum.

Der Psychoanalytiker August Ruhs, Regisseur Titus Leber, Peter Weinhäupl und Sandra Tretter (Klimt-Foundation), Petra Eibel (Uniqa), Werber Christian Satek und Siwacht / Hellrein-Geschäftsführer Andreas Plamann fanden sich ebenfalls zum „Fremde Götter“-Fundraising Dinner ein.

Fremde Götter. Faszination Afrika und Ozeanien 23.September 2016 bis 9. Jänner 2017

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