Leopold Museum: Verschollenes Klimt-Porträt wiederentdeckt

16.03.2010

30 großteils unbekannte Spitzenblätter von Schiele bis 24. Mai zu sehen

Wien - Klimt im blauen Malerkittel aufgetaucht

Eine sensationelle Wiederentdeckung zeigt das Leopold Museum in seiner großen Frühjahrsausstellung "Verborgene Schätze". Das Blatt "Gustav Klimt im blauen Malerkittel" galt bisher als verschollen.
Dank Prof. Dr. Rudolf Leopold kann das außergewöhnliche Aquarell aus Privatbesitz nun erstmals im Leopold Museum im Rahmen der aktuellen Schau gezeigt werden. Auch Klimt-Expertin Alice Strobl ist von der Wiederentdeckung des 1913 entstandenen Aquarells begeistert.

Klimt und Schiele - außergewöhnliche Künstlerfreundschaft

Neben Schieles Doppelporträt "Eremiten", das Gemälde zeigt Schiele und Klimt gemeinsam, ist das in der Aquarellausstellung gezeigte Blatt das wichtigste Zeugnis der außergewöhnlichen Künstlerfreundschaft. Schiele zeigt uns einen ungewöhnlich hageren Klimt, in typischer Schiele-Haltung. Die Komposition konzentriert sich auf die Gestik der Hände mit ihren gespreizten Fingern und die kontemplativen Gesichtszüge des Maler-Genies Gustav Klimt. Das Blau des Malerkittels, ein Entwurf von Emilie Flöge,  verleiht dem Blatt eine großartige Tiefe.

Schiele-Porträts

Das Portrait von Gustav Klimt gehört zur Serie von wichtigen Zeitgenossen, die Egon Schiele auf Anregung von Otto Wagner anfertigte. In der Ausstellung im Leopold Museum ist auch ein großartiges Aquarell des Künstlerfreundes und Schwagers Anton Peschka zu sehen.

Insgesamt zeigt die Schau unter den 200 ausgestellten Werken - von Rudolf von Alt bis Oskar Kokoschka - 30 Spitzenblätter von Egon Schiele, unter anderem die Frau des Künstlers "Edith Schiele mit Windhund (1915)", "Mutter und Kind (1914)" oder das wunderbare "Mädchen mit übereinandergeschlagenen Beinen (1911), eines von mehreren in der Ausstellung gezeigten erotischen Blättern.

Rudolf Leopold sucht Österreichs Malertalente !

Hunderte Einsendungen sind bereits zum großen Aquarell-Wettbewerb des Museums eingetroffen.

Die 50 besten Werke werden ab 16. April im Leopold Museum ausgestellt, die fünf Hauptgewinner bekommen ein Ankaufsangebot durch das Museum. Teilnehmer senden max. 3 Werke (unter Angabe von Titel, Technik, Format) als digitale Bilder oder als Farbkopien an:
Leopold Museum-Privatstiftung, Museumsplatz 1, 1070 Wien bzw. an aquarell@leopoldmuseum.org. Genaue Unterlagen finden Sie unter www.leopoldmuseum.org/aquarell.
Die Einreichfrist endet am Mittwoch, 7. April.
 

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