Josef Maria Auchentaller - Wiener Bijoux: Höhepunkte der Jugendstil Schmuckkunst in einer erstmals veröffentlichten Auswahl

01.06.2015

Zum 150. Geburtstag von Auchentaller - Buchpräsentation im Leopold Museum

Wien (OTS) - Der Abend im Wiener Leopold Museum stand ganz im Zeichen einer bisher kaum bekannten Seite des Secessionisten Josef Maria Auchentaller. Besonders für seine Darstellungen von Grado bekannt, galt es diesmal seine Leistungen im Bereich des Designs von Jugendstilschmuck und edlen Alltagsgegenständen zu würdigen.

Leopold Museum Managing Director Peter Weinhäupl wies anlässlich der Präsentation auf die Ausstellung "JUGENDSTIL PUR! Josef Maria Auchentaller" im Jahre 2009 hin. Damals widmete das Leopold Museum Auchentaller eine umfassende Ausstellung und setze damit erste Schritte um diesen Künstler "aus der Versenkung, der Vergessenheit zu holen". Sehr herzlich begrüßte Weinhäupl die anwesende Enkelin des Künstlers, Erika Auchentaller.

Franz Smola, Museologischer Direktor (interim.) des Leopold Museum betonte die wichtige Aufgabe des Museums "als Promotor der Wiener Kunst auch das Umfeld von Klimt und Schiele in aller Welt bekannt zu machen" und freute sich über "die großen Fortschritte in der Aufarbeitung von Auchentallers Wirken".

Nach fünfjähriger Forschungsarbeit präsentierten Roberto Festi, Katalogherausgeber und Kurator der Ausstellung in Grado und Alessandro Lovato, Präsident des Kulturvereins "Grado ´900" das Buch "Wiener Bijoux. Schmuck und Design - Josef Maria Auchentaller für Georg Adam Scheid". Neben über 100 Entwürfen und malerischen Arbeiten von Auchentaller werden auch nach seinen Entwürfen entstandene Objekte - von Broschen, Gürtelschließen, Anhängern bis hin zu Schmuckkästchen, Vasen, Zigarettendosen u.v.m. - der Firma "G.A. Scheid Gold- und Silber Schmuckfabrik" dem Publikum zugänglich gemacht.

Das Buch dokumentiert eindrucksvoll Auchentallers Beitrag zu Design und Produktion der Luxusbijoux der Jahrhundertwende und liefert einen neuen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Wiener Kunstgewerbe am Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Zahlreiche Gäste kamen um das Werk Auchentallers zu feiern, u.a. Univ.-Prof. Patrick Werkner (Universität für angewandte Kunst), Sammler und Auchentallerkenner Andreas Maleta, die Grado-Hoteliers Thomas Soyer (Hotel Savoy) und Carlotta Grigolon (Hotel Ville Bianchi), ENIT Koordinatorin Mara-Ira Riolo und Michael Martischnig vom Österreichischen Kunst- und Kulturverlag. Die Journalisten Gerhard Pucsala, Heribert Purtscher, Oliver H. Stadlbauer, Eva Wrazdil und Johannes Gans ließen es sich nicht nehmen die neuen Erkenntnisse zu Auchentallers Wirken zu hören.

Die Ausstellung "Wiener Bijoux. Gioielli e design - Schmuck und Design. Josef Maria Auchentaller per/für Georg Adam Scheid ist von 21. Juni - 01. November 2015 in Grado, Casa della Musica zu sehen. Das Buch zur Ausstellung ist zweisprachig dt./it. erschienen, 192 Seiten.

 

Hotel Ville Bianchi

Hotel Savoy Grado

Grand Hotel Astoria

 

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