Lange "Schiele"-Nacht im Leopold Museum

29.09.2011

Zum 10 Jahres-Jubiläum alles im Zeichen des Kunstrebellen

Wien - Das Leopold Museum lädt in der kommenden Langen Nacht der Museen am 1. Oktober 2011 ab 18 Uhr alle Besucher zur 10 Jahre Leopold Museum-Jubiläumsausstellung "Melancholie und Provokation. Das Egon Schiele Projekt".

Sonderausstellungen

Melancholie und Provokation
Die Schau konzentriert sich auf die frühen, radikal expressionistischen Jahre des Künstlers. Zu  sehen sind provokante "Skandalbilder" wie "Kardinal und Nonne" oder der "Gelbe Akt". Berührend die Bilder zu Melancholie und Trauer wie die "Versinkende Sonne", das "Selbstbildnis mit Lampionfrüchten" und die berühmte "Wally". Positionen von sechs zeitgenössischen KünstlerInnen -
Claudia Bosse und Elke Krystufek, Günter Brus, Philipp Gehmacher, Franz Graf und Rudolf Schwarzkogler treten in eigenen Räumen in Dialog mit den Werken Schieles.

Magie des Objekts
Die Ausstellung "Magie des Objekts" - wegen großen Erfolges verlängert bis 10. Oktober 2011 - zeigt rund 200 Fotoarbeiten zeitgenössischer und historischer Fotografie aus den Sammlungen von
Andra Spallart und Fritz Simak, u.a. von Ansel Adams, Edward Weston u.v.a.

Installationen
Video: Bernadette Huber: egon's (blue) sex box
Eigens für die Lange Nacht der Museen installiert Bernadette Huber (*1962) die Videoarbeit egon's (blue) sex box. Die etwa 6 Minuten lange Projektion entstand für ihre Ausstellung im Art Centrum im tschechischen Cesky Krumlov und ist nun zum ersten Mal in Wien zu sehen. Präsentiert wird die Animation von rot-schwarzen Schiele Figuren in einer "blue box". Das Material wurde händisch
ausgeschnitten, Bild für Bild gelegt und abfotografiert. Aus ca.11.000 Einzelfotos, die im Computer aneinandergereiht, bearbeitet und als Videosequenz ausgegeben wurden, entstand ein digitales
Daumenkino. Bernadette Huber zu Ihrer Arbeit: "Das Video gibt kleine Geschichten und Szenen wieder - Egon's blue box wird zur Sexbox und spielt mit den Themen Erotik, Sex und Rollenbilder."

Die in Linz geborene Bernadette Huber lebt und arbeitet in Steyr. Sie arbeitet in verschiedenen Medien (Video, Fotografie, Installation, Webprojekte, Kunst im öffentlichen Raum) und medienübergreifend. Neben reger Ausstellungstätigkeit (zuletzt u.a. Lentos, Festival der Regionen) hat sie an namhaften Film- und Videofestivals teilgenommen (u.a. Diagonale, Graz, European Media Art Festival, Osnabrück).
www.bernadettehuber.at

Lichtkaskaden: Waltraud Cooper: Éclairs Léopold
Ein besonderes Highlight der Langen Nacht im Leopold Museum ist die Lichtinstallation von Waltraud Cooper an der Fassade des Hauses die "Éclairs Léopold". An der Fassade des Museums ergießen sich in den Fensterschächten blaue Lichtkaskaden. Dazu Cooper: "Blitze aus dem Nichts kommend, aus den Weiten des Alls, so, als würde Rudolf Leopold sie aus anderen Sphären zielgerichtet über die Fassaden seines Museums schleudern, seine Konturen umreißen und mit ihnen seine Leidenschaft für die Kunst, für das Schöne, seine obsessive Sammlerleidenschaft immer wieder neu aufflammen, sich immer wieder neu entzünden lassen."

Die in Linz geborene bedeutende Licht- und Medienkünstlerin Waltraut Cooper (*1937) studierte Mathematik, theoretische Physik und Kunst in Wien, Paris, Santa Barbara (Kalifornien,) Lissabon und
Frankfurt. Sie war Teilnehmerin an der Biennale Venedig 1986 / Kunst und Wissenschaft und an Arte Laguna / Biennale Venedig 1995. Ihre Arbeiten wurden u.a. in Wien, Berlin, Rom, Paris, Montreal, Boston und New York gezeigt.
http://www.waltrautcooper.com/

Die fantastischen Fassadenprojektionen auf das Leopold Museum in der Langen Nacht, in deren Mittelpunkt Egon Schiele steht sind Lichtinstallationen des Wiener Lichtkunstkollektivs Lichttapete,
projiziert von Pani.

Permanente Sammlungen

Wien 1900
Die Atmosphäre in Wien um 1900 kann in der permanenten Präsentation der Sammlung Leopold hervorragend erlebt werden. GustavKlimts Meisterwerke wie "Tod und Leben" oder "Attersee", die Werke des "Tausendkünstlers" Kolo Moser, Möbel und Kunsthandwerk der WienerWerkstätte u.v.m.

Kunst der Zwischenkriegszeit, Sammlung Thyssen, Thyssen-Bornemisza
Die Kunst der Zwischenkriegszeit beeindruckt mit Werken von Anton Kolig, Herbert Boeckl, oder Albin Egger-Lienz. Die Werke der Sammlung Thyssen-Bornemisza geben einen konzentrierten Einblick in die internationale Entwicklung der Klassischen Moderne mit Gemälden von August Macke, Emil Nolde oder Maurice Vlaminck.

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