10 Jahre Leopold Museum
2001 bis 2011
Jubiläumsausstellungen - Im Zeichen der
Kunstrebellen von Schiele bis Nitsch
Anlässlich der Feierlichkeiten zum 10jährigen Bestehen präsentierte das Leopold Museum im Herbst 2011 gleich drei Jubiläumsausstellungen.
Melancholie und Provokation
Als Hommage an den Museumsgründer und Stifter Prof. Dr. Rudolf Leopold (1925-2010) widmete sich die von Elisabeth Leopold und Diethard Leopold kuratierte Ausstellung „Melancholie und Provokation. Das Egon Schiele-Projekt“ jenem Künstler, der im Mittelpunkt der Sammelleidenschaft Rudolf Leopolds stand. Elisabeth Leopold präsentierte den jungen, expressionistischen Schiele, mit den Schwerpunkten Melancholie, Provokation bzw. Bewegung und Pose. Diethard Leopold lud die zeitgenössischen KünstlerInnen Claudia Bosse, Elke Krystufek, Günter Brus, Philipp Gehmacher und Franz Graf ein sich mit Schiele auseinander zu setzen. Kurator Hubert Klocker präsentierte den ebenso wie Schiele jung verstorbenen Aktionisten Rudolf Schwarzkogler.
The Excitement Continues
Einen unbekannten Aspekt der „Sammlung Leopold II“, also der nach der Gründung der Leopold Museum-Privatstiftung (1994) von Prof. Leopold gesammelten Kunstwerke zeigte die Ausstellung „The Excitement Continues. Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II“. Die von Franz Smola kuratierte und Diethard Leopold gehängte Schau präsentierte Arbeiten von Brus, Damisch, Krystufek, Nitsch, Oberhuber, u.v.m. Die Ausstellung verwies auf das Spezifische und Anti-Mainstreamhafte von Rudolf Leopolds Sammlerblick. Arbeiten von namhaften Künstlern finden sich ebenso wie junge KünstlerInnen oder unbekanntere Positionen. Die aus Paletten zusammengesetzte ungewöhnliche Ausstellungsarchitektur stammte von Laurids Ortner, dem Architekten des Leopold Museum.
Hermann Nitsch. Strukturen
Die dritte Jubiläumsausstellung „Hermann Nitsch. Strukturen. Architekturzeichnungen, partituren und realisationen des o.m. theaters“ präsentierte erstmals in Österreich das zeichnerische Werk des Wiener Aktionisten Prof. Hermann Nitsch . Die von Carl Aigner und Hermann Nitsch kuratierte Schau entstand in Zusammenarbeit mit der Nitsch Foundation.
Leopold Museum: Unverzichtbarer Bestandteil
der Wiener Museumslandschaft
Das Leopold Museum mit der weltweit bedeutendsten und größten Egon Schiele-Sammlung wird von rund 350.000 Kulturliebhabern pro Jahr besucht. Ein Jahrzehnt nach seiner Eröffnung im Jahr 2001 ist das Haus erfolgreich positioniert und unverzichtbarer Bestandteil des MuseumsQuartier und der Wiener Museumslandschaft.
Im Zuge der Feierlichkeiten realisierte die renommierte Lichtkünstlerin Waltraut Cooper die eigens anlässlich des Jubiläums konzipierte Lichtinstallation „Éclairs Léopold“ und lies Visual Artist Fritz Fitze Schieles Werke an den Innenwenden des Leopold Museum mittels Videoinstallationen lebendig werden. Das Lichtkunstkollektiv LICHTTAPETE bespielte das Leopold Museum innen und außen mit beeindruckenden, von Schieles Œuvre inspirierten, Bildcollagen.
Sonderausstellungen 2001 bis 2011
Mehr als 60 hochkarätige Sonderausstellungen haben in den ersten zehn Jahren des Museums die permanenten Sammlungen ergänzt, so z.B. „Egon Schiele. Landschaften“, „Die nackte Wahrheit“, „Edvard Munch und das Unheimliche“, monographische Ausstellungen zu den Künstlern Kolo Moser, Joseph Olbrich, Josef Maria Auchentaller oder Albin Egger-Lienz und Präsentationen bedeutender internationaler Sammlungen etwa der Meisterwerke des Impressionismus aus dem Musèe d´Orsay (Manet, Monet, Degas etc.) oder eine Schau zu den Highlights der Klassischen Moderne aus der Schweizer Fondation Beyeler (Cézanne, Picasso, Giacometti) u.v.a.


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