ANTON KOLIG, Sitzender Jüngling ("Am Morgen") | 1919 © Leopold Museum, Wien | Leopold Museum, Vienna © Bildrecht, Wien, 2016

ANTON KOLIG

1886–1950

SITZENDER JÜNGLING (AM MORGEN) | 1919
ÖL AUF LEINWAND
152 × 93,1 CM


Kolig geht mit äußerster Sorgfalt an sein Sujet heran. Zunächst werden mit einem Netz aus Hilfslinien das Zueinander einzelner Glieder des anatomischen Gerüsts und die perspektivischen Verkürzungen festgelegt, worauf in einem aufwändigen Malprozess mittels Farb- und Lichtakzenten das Volumen der Gliedmaßen kontrastierend herausgearbeitet wird. So entsteht die grandiose Komposition eines Sitzenden. Im Gegensatz zu dem nach rechts gerückten, in flirrenden Lichtreflexen gemalten Körper steht links die ruhige Fläche eines kleinen braunen Schränkchens. Um die Figur herum finden sich viele kontrastierende Farbtöne, übergossen mit einem von oben kommenden Morgenlicht (das Gemälde wurde auch Am Morgen genannt). Es lag dem Künstler vor allem daran, die körperliche Präsenz des Modells nachzuempfinden. Der Jünglingsakt war das von Kolig über Jahrezehnte hinweg bevorzugte Thema. 
 

Derzeit zu sehen in der Ausstellung "Anton Kolig".

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