Peter Sengl, 95 Jahre später Sitz, 2014 © Eigentum des Künstlers

  • Susanne Lacomb-Sengl, Peter Sengl, Fotografie, 2014 © Eigentum des Künstlers
  • Peter Sengl, Tierweihe (Vierzehn), 2013 © Eigentum des Künstlers
  • Peter Sengl, Bläuliches Doppelportrait, 2014 © Im Besitz des Künstlers
  • Peter Sengl, Die 2 FridasFridaPuppenhaltung, 1994 © Essl Museum Klosterneuburg/Wien
  • Peter Sengl, Katzverbesserte-Karo-Hutterz, 2011 © Im Besitz des Künstlers
  • Atelier Peter Sengl, 2015 © Foto: Leopold Museum, Wien
  • Peter Sengl, Ohne Titel, 1968 © Im Besitz des Künstlers

SENGL MALT

Eine Retrospektive

30. Oktober 2015 bis 8. Februar 2016

Die Ausstellung über den in Wien lebenden und arbeitenden Künstler Peter Sengl gibt einen umfassenden, retrospektiven Einblick in das malerische und zeichnerische Werk des österreichischen Künstlers Peter Sengl (geb. 1945), der in der Schau auch mit neuen Arbeiten überrascht.

Peter Sengls Werk ist eines der eigenwilligsten in der österreichischen Gegenwartskunst. Von Beginn an war es ihm ein Anliegen »eigenartige und unverwechselbare« Bilder zu schaffen. Als Zeichner und Maler gelang es ihm rasch einen eigenen Stil zu entwickeln, wobei das Figurative vorrangig ist. In spannender Weise verschränkt er in bildnerischer Prozesshaftigkeit das Zeichnerische mit der Malerei, die mit ihrem immer wieder auftauchenden gestischen Charakter eine Vitalität und Intensität des Bildnerischen schafft. Sengl ist ein fulminanter abgründiger und analytischer Bilderzähler, dem das Wirkliche wirklicher ist als das Traumhafte etwa der Wiener Moderne. Ein riesiger photographischer Bildfundus, der über Jahrzehnte entstanden ist, fungiert als Basis für seine collageartigen Bildfindungen. Der thematische Fokus seines Schaffens ist der Mensch im Netzwerk animalischer Natur und apparativer Existenz. Er verschmilzt Tief- und Abgründiges mit unerwartetem Humor und feiner Ironie. Anklänge an kunsthistorische Werke sind ebenso signifikant wie seine zahlreichen Selbstdarstellungen und die Betitelung seiner Arbeiten, die gleichsam als literarische Miniaturen zum Signum seines Oeuvres geworden sind. Für die Ausstellung im Leopold Museum hat Peter Sengl eine eigene Serie geschaffen, in denen er sich mit Bildern der Sammlung auseinandersetzt.

Peter Sengl wurde vor rund 70 Jahren, im März 1945, südlich von Graz, in Unterbergla / Bezirk Deutschlandsberg geboren. 1963 ging Sengl an die Akademie der bildenden Künste und studierte bei Prof. Sergius Pauser (1896–1970). 1965 lernte der junge Künstler im legendären Wiener Café Hawelka Susanne Lacomb kennen, seine spätere Frau. Sie ist für den Künstler nicht nur oft »Modell«, sondern bis heute auch wichtigster Begleiter seines künstlerischen Werdegangs. 1974 wurde Peter Sengls und Susanne Lacombs Tochter Deborah geboren, heute ebenfalls eine erfolgreiche Künstlerin.

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