Arik Brauer, Arik Brauer im Herbst, 2014 © Privatbesitz Arik Brauer

  • Arik Brauer, Dornbuschmessias, 1959 © Privatbesitz Arik Brauer
  • Arik Brauer, Die Heiligung des Namens. Aus dem Zyklus »Die Verfolgung des jüdischen Volkes«, 1973/74 © Privatbesitz Arik Brauer
  • Arik Brauer, Mein Vater im Winter, 1983 © Privatbesitz Arik Brauer
  • Arik Brauer, Der letzte Hahnenschrei, 1976 © Privatbesitz Arik Brauer
  • Arik Brauer, Selbstbildnis, 1963 © Privatbesitz Arik Brauer
  • Anonym, Arik Brauer in seinem unterirdischen Museum, Wien 2010/11 © Privatbesitz
  • Arik Brauer Ausstellungsansicht 2 © Ausstellungsansicht „ARIK BRAUER“ © Leopold Museum / APA-Fotoservice / Bargad
  • Arik Brauer Ausstellungsansicht 4 © Ausstellungsansicht „ARIK BRAUER“ © Leopold Museum / APA-Fotoservice / Bargad
  • Arik Brauer, Alles was Flügel hat fliegt, Wien 1973 © Essl Museum Klosterneuburg/Wien
  • Arik Brauer, Das Hohelied Salomons, Wien 2008 © Im Besitz des Künstlers
  • Arik Brauer, Der Regenmacher von Karmel, Wien 1964 © Privatbesitz
  • Arik Brauer, Die Blume von Tschernobyl (»Das Tschernobyl-Triptychon«, Mitteltafel), Wien 1996/97 © Im Besitz des Künstlers

ARIK BRAUER

Gesamt.Kunst.Werk

14. November 2014 bis 16. Februar 2015

Brauer im Herbst ist der Titel des eigens für die Ausstellung gemalten Selbstbildnisses. Dem Maler, Autor und Liedermacher, Bühnenbildner und Haus-Gestalter, vor allem aber Gesell- schaftskritiker und Umweltschützer widmet das Leopold Museum eine retrospektiv ange- legte Ausstellung. Wenn Brauer auch als Sänger berühmt geworden ist, so stellte er stets die Malerei in den Mittelpunkt seines Schaffens. In Israel entdeckte er die Schönheit der Wüste und entwickelte aus dem Farbenspiel nächtlicher Meeresstimmungen seinen phantastischen Realismus in Paris. Als Umweltschützer der ersten Stunde sang, malte und schrieb er gegen die Zerstörung der Hain- burger Au. Bis heute sind Menschen und Natur wichtige Themen seiner Bilder. Der Bogen der ausgestellten Werke spannt sich von 1945 bis heute.

Arik Brauer (geb.1929), der am 4. Jänner 2014 seinen 85. Geburtstag feierte, ist einer der Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Brauer studierte nach Kriegsende an der Wiener Akademie der bildenden Künste und gründete gemeinsam mit seinen Studienkollegen Ernst Fuchs, Anton Lehmden sowie mit Wolfgang Hutter und Rudolf Hausner die Gruppe der Phantastischen Realisten. Mit seinem bewusst an mittelalterliche Miniaturtechniken, aber auch an orientalische Traditionen anknüpfenden altmeisterlichen Malstil und bizarr-fantastischen Formschöpfungen widersetzte sich Brauer dem Mainstream der streng-dogmatischen Kunstrichtungen der Nachkriegsmoderne. Er kultivierte eine Kunst, die der Fantasie, der Erzählkunst und Freude am Erfinden wieder zu ihrem Recht verhelfen sollte. Zeitlebens genoss Arik Brauers Kunst große Beliebtheit, wozu bis zum heutigen Tag auch Brauers Multitalent als Sänger, Liedermacher, Dichter und Tänzer einen wesentlichen Beitrag bildet.

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