Der Maler und sein Modell II, 1923 © Saint Louis Art Museum, Bequest of Morton D. May 910: 1983 (c) Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2013

  • Earl Seubert (Schubert), Oskar Kokoschka rauchend als Gastdozent an der Minneapolis School of Arts, USA 1957 © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum
  • Oskar Kokoschka, Porträtaufnahme, Dresden 1919, Fotograf: Hugo Erfurth © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum © VBK, Wien 2013
  • Oskar Kokoschka, Selbstbildnis, eine Hand ans Gesicht gelegt, 1918/19, Leopold Museum, Wien, Inv. 623 © Leopold Museum, Wien / Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2013
  • Oskar Kokoschka und Olda Palkovska, London 1939, Foto: Trude Fleischmann © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum
  • Oskar Kokoschka blickt vom Balkon seines Ateliers in Prag auf die Moldau, im Hintergrund die Karlsbrücke, 1936, Foto: verm. Olda Palkovska, © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka Zentrum
  • Emil Korner, Oskar Kokoschka vor dem Gemälde »Anschluß – Alice im Wonderland«, 1942/43 © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum
  • Sven Simon, Oskar Kokoschka und Konrad Adenauer beim Schnapstrinken vor dem Adenauer-Portrait, Cadenabbia, 1966 © Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum © Fotoagentur Sven Simon
  • Oskar Kokoschka, London, Blick auf die Themse vom Shell Mex Building, 1959 © Tate © Fondation Oskar Kokoschka/VBK, Wien 2013

Kokoschka - Das Ich im Brennpunkt

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Oskar Kokoschka-Zentrum der Universität für angewandte Kunst Wien

04.Oktober 2013 – 27.Jänner 2014

Verlängert bis 03.März 2014

Mit »Kokoschka - Das Ich im Brennpunkt« widmet das Leopold Museum einem der bedeutendsten österreichischen Künstler des 20. Jahrhunderts eine Ausstellung die erstmals Fotografien aus Kokoschkas Leben prominent in den Mittelpunkt rückt.

Oskar Kokoschka (1886-1980) zählt zweifellos zu den wichtigen Protagonisten der Moderne. Sein Oeuvre als Maler und Grafiker, aber auch als Dramatiker, Essayist und Bühnenbildner ist enorm und hat einen festen Platz in der Kunst- und Literaturgeschichte.

Bisher kaum bekannt war die Tatsache, dass Kokoschkas Leben und Schaffen auch durch eine Vielzahl von Fotos dokumentiert ist. Allein im Nachlass des Künstlers haben sich rund 5.000 Fotos erhalten, welche sich heute in der Universität für angewandte Kunst Wien befinden und nunmehr erstmals in einer wissenschaftlich kommentierten Auswahl publiziert werden. Fotografische Aufnahmen aus Kokoschkas Arbeitsumfeld und Privatleben vermitteln ein reiches, intensives Künstler­leben und sind zugleich ein Stück Kultur- und Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Aus der wissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Bestandes entstand die Idee zu einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt von Leopold Museum und Oskar Kokoschka-Zentrum der Universität für angewandte Kunst.

Vielseitig, oft provokant und kontroversiell war nicht nur der Künstler, sondern auch der Mensch Kokoschka. Galt er in jungen Jahren als Enfant terrible, wurde er während der nationalsozialistischen Ära nicht nur seiner Kunst wegen als prominenter »entarteter« Künstler diffamiert, sondern auch aufgrund seiner offenen Gegnerschaft zum Regime. Seine allgegenwärtige Leidenschaft für alle Kunst- und Lebensbereiche faszinierte viele Zeitgenossen, darunter bedeutende Literaten, Komponisten, Bühnenstars, Wissenschaftler, Politiker und Lebenskünstler.

In der vom Leopold Museum in Zusammenarbeit mit der Universität für angewandte Kunst Wien, Oskar Kokoschka-Zentrum, organisierten Ausstellung werden einzigartige Fotos und ganze fotografische Serien den Werken des Künstlers unmittelbar gegenübergestellt.
So sind in der Ausstellung etwa einige der berühmten Porträts Kokoschkas zu sehen deren Entstehungsprozess an Hand der fotografischen Dokumentation der Porträt-sitzungen im Detail nachvollziehbar wird. Die Aufnahmen, zum Teil von namhaften Fotografen und Fotografinnen, zum Teil anonyme Schnappschüsse, werden Kokoschkas Gemälden und Grafiken komplementär zur Seite gestellt.

Das Lebenswerk eines der großen internationalen Maler des 20. Jahrhunderts tritt somit in einen spannenden Dialog zur Fotografie, dem Medium, das wie kaum ein anderes das visuelle Gedächtnis dieses Jahrhunderts geprägt hat. Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog.

Kuratoren:
Tobias G. Natter, Franz Smola, Patrick Werkner, Bernadette Reinhold

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