Pierre & Gilles, Vive la France, 2006 © Privatsammlung, Courtesy Galerie Jérôme de Noirmont

  • Ilse Haider, Mr. Big, Installation im Innenhof des MuseumsQuartiers, 2012 © Courtesy Galerie Steinek, Wien
  • Andy Warhol, Querelle, um 1982 © Privatsammlung/ VBK, Wien 2012
  • François-Léon Benouville, Achills Zorn, 1847 © Musée Fabre de Montpellier
  • Richard Gerstl, Selbstakt mit Palette, 1908 © Leopold Museum, Wien, Inv. 651
  • Paul Cézanne, Sieben Badende, um 1900 © Fondation Beyeler, Riehen/Basel
  • Bruce Nauman, Untitled (Five Marching Men), 1985 © Friedrich Christian Flick Collection / VBK Wien 2012
  • Elmgreen & Dragset, Shepherd Boy (Tank Top), 2009 © Courtesy Galleri Nocolai Wallner / VBK Wien 2012
  • Wilhelm von Gloeden, Flötenkonzert. Fotopostkarte, Verlag Adolph Engel, Berlin 1905 © Privatsammlung
  • Katarzyna Kozyra, Men's bathhouse, 1999 © Courtesy of the artist and Zachęta National Gallery of Art
  • Gilbert & George, Spit Law, 1997 © Courtesy Galerie Thaddaeus Ropac, Paris • Salzburg
  • Jean Cocteau, llustration zu Jean Genet, Querelle de Brest, 1947 © Privatsammlung © VBK, Wien 2012
  • Egon Schiele, »Prediger« (Selbstakt mit blaugrünem Hemd), 1913 © Leopold Museum, Wien, Inv. 2365
  • Thomas Ruff, »nudes vg 02«, Ed. 3/5, 2000 © Privatsammlung Cofalka, Österreich/Mit freundlicher Unterstützung von agpro - austrian gay professionals © VBK, Wien 2012
  • Urs Lüthi, Selbstporträt aus der Serie der großen Gefühle, 1987 © Urs Lüthi
  • Louise Bourgeois, Fillette (Sweeter Version), 1968, Abguss 1999 © Ursula Hauser Collection, Switzerland © VBK, Wien 2012

nackte männer

von 1800 bis heute

19.Oktober 2012 – 28.Jänner 2013

04.März 2013

Ausstellungen zum Thema Nacktheit haben sich bislang vorrangig mit Bildern unbekleideter Frauen beschäftigt. Im Herbst 2012 zeigt das Leopold Museum nun mit „nackte männer“ eine längst überfällige Ausstellung zu Vielfalt und Wandel in der Darstellung nackter Männer von 1800 bis heute.

Durch Leihgaben aus ganz Europa liefert „nackte männer“ eine so noch nie gesehene Zusammenschau. Zeitlich stehen drei große Schwerpunkte im Mittelpunkt. Erstens die Epoche der Aufklärung mit Französischer Revolution und Klassizismus um 1800, zweitens neue Ansätze innerhalb der Klassischen Moderne um 1900 und drittens bahnbrechende Positionen der Kunst nach 1945. In einem groß angelegten Bogen über zwei Jahrhunderte thematisiert die Ausstellung unterschiedliche künstlerische Zugänge, konkurrierende Männlichkeitsmodelle und den Wandel von Körper-, Schönheits- und Wertvorstellungen.

Vorangestellt ist dem Ganzen ein Prolog, der anhand von fünf singulären Plastiken die große Tradition des Themas „nackte männer“ in der abendländischen Kunst beleuchtet. Den Beginn markiert eine altägyptische Statue aus der Zeit um ca. 2400 vor Christus - Wiens ältester „nude in town“ - gefolgt vom Jüngling vom Magdalensberg, einer lebensgroßen Renaissancebronze nach römischem Original, Rodins Figur „Ehernes Zeitalter“ - eine Bronze, die vielen als der Beginn der modernen Skulptur gilt - einem Jüngling von Fritz Wotruba und einer zeitgenössischen Arbeit des Konzeptkünstlers Heimo Zobernig, der eine Schaufensterpuppe zu einem Selbstbildnis umgearbeitet hat. Das Publikum durchwandert im Rahmen dieses Prologs mit wenigen Schritten eine mehr als viertausend Jahre alte Tradition. Damit ist auch der generelle Bezugsrahmen des Ausstellungsthemas abgesteckt. Im engen Sinn setzt die Ausstellung mit der Aufklärung im späten 18. Jahrhundert ein.

Zurück zur Übersicht

Teilen und verbreiten

  • Share on Tumblr
  • Teilen per E-Mail